Planung des digitalen Nachlasses

Was mit Ihren digitalen Konten passiert, wenn Sie sterben

Praktischer Überblick über Richtlinien, Risiken und Planungsentscheidungen rund um digitale Konten nach dem Tod.

Eine Familie prüft einen digitalen Nachlassplan auf einem Tablet.
Jonas Borchgrevink

Jonas Borchgrevink

Gründer von Fort Legacy

Aktualisiert: 2026-04-02

Nach einem Todesfall verhalten sich Onlinekonten nicht alle gleich. Manche bleiben aktiv, bis jemand den Todesfall meldet. Andere können in einen Gedenkzustand versetzt, gelöscht oder nur begrenzt geprüft werden.

Das eigentliche Problem ist selten nur die Plattformregel. Angehörige müssen wissen, welche Konten existieren, welche Wiederherstellung davon abhängt und welche digitale Werte zuerst gesichert werden sollten.

Kurzüberblick

Wenn Sie vorausplanen, sollte Ihre Familie diese Fragen schnell beantworten können.

  • Welche Konten existieren, und welche davon steuern Zugriff auf andere Dienste?
  • Was soll bewahrt, gelöscht, als Gedenkprofil belassen oder erst geprüft werden?
  • Wer koordiniert die Arbeit, und wer hat tatsächliche rechtliche oder praktische Befugnis?
  • Welche Wiederherstellung hängt von Telefonnummer, Haupt-E-Mail, Passkey oder Gerätefreigaben ab?

Die meisten Anbieter folgen denselben Grundmustern

Die Details unterscheiden sich, aber die Ergebnisse lassen sich meist in wenige Gruppen einteilen.

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Anbietertyp Typischer Ausgang nach einem Todesfall Welche Frage Sie jetzt klären sollten
Soziale Plattformen Gedenkstatus oder Löschung, meist mit begrenzter Familienkontrolle Soll das Profil als Erinnerung bestehen bleiben oder entfernt werden?
E-Mail-Anbieter Schließung ist oft leichter als vollständiger Postfachzugriff Welche Unterlagen oder verknüpften Dienste müssen vorher gesichert werden?
Cloud- und Geräteanbieter Teilweise Vorsorgefunktionen, teilweise formelle Prüfung Wer braucht Fotos, Dateien oder Gerätezugang?
Finanzdienste Sicherheit und Nachlassunterlagen sind wichtiger als direkter Onlinezugriff Welche Konten, Abbuchungen und Nachweise müssen zuerst identifiziert werden?

Wie große Plattformen typischerweise reagieren

Meta erlaubt meist Gedenkstatus oder Löschung, aber nur mit begrenzter Familienkontrolle. Wenn soziale Profile wichtig sind, lesen Sie die Artikel Ein Facebook-Konto in den Gedenkzustand versetzen oder schließen und Ein Instagram-Konto in den Gedenkzustand versetzen oder schließen.

Google bietet Inactive Account Manager an. Ohne vorherige Einrichtung werden Anfragen von Angehörigen jedoch einzeln geprüft, und vollständiger Zugriff sollte nicht erwartet werden.

Apple bietet mit Legacy Contact einen klareren Weg, aber selbst dort bleiben einige Inhalte ausgeschlossen. Passwörter, Zahlungseinstellungen und manche im Schlüsselbund gespeicherten Daten werden nicht einfach weitergegeben.

Microsoft und Yahoo gehören weiter zu den strengeren Anbietern. Familien sollten eher mit formellen Prüfungen, Schließung oder begrenzter Auskunft rechnen als mit einer vollständigen Übergabe des Kontos.

Vorsorgefunktionen und Todesfallanfragen sind nicht dasselbe

Eine Vorsorgefunktion ist eine Entscheidung des Kontoinhabers zu Lebzeiten. Eine Todesfallanfrage ist eine Bitte der Familie im Nachhinein. Anbieter behandeln diese Wege sehr unterschiedlich.

Darum ersetzt eine Sterbeurkunde nicht die Vorbereitung. Ein digitaler Nachlassplan sollte festhalten, welche Plattformfunktionen bereits aktiviert sind und wo es noch keine klare Rückfalllösung gibt.

  • Dokumentieren Sie, ob Inactive Account Manager oder ein Nachlasskontakt eingerichtet wurden.
  • Notieren Sie, welche Konten von Telefonnummer, Haupt-E-Mail, Passkey oder Gerätefreigaben abhängen.
  • Erklären Sie, was gelöscht, bewahrt, geprüft oder als Gedenkprofil erhalten werden soll.

Was Angehörige zuerst brauchen

Meist brauchen Angehörige zuerst eine Kontenliste, Nachweise über ihre Rolle und klare Anweisungen zur Reihenfolge. Ohne diese drei Dinge werden selbst einfache Aufgaben langsam und fehleranfällig.

Als erster praktischer Schritt eignet sich Tun Sie dies zuerst, wenn ein geliebter Mensch stirbt: digitale Konten verwalten. Danach folgen meist Zugriffsfragen, Telefon- und E-Mail-Themen sowie Entscheidungen zu Banken und sozialen Profilen.

Planen Sie für die Menschen, die später handeln müssen

Der beste nächste Schritt ist So erstellen Sie einen digitalen Nachlassplan. Dort dokumentieren Sie Konten, Zuständigkeiten, Wiederherstellungswege und Wünsche so, dass andere Menschen wirklich damit arbeiten können.

Wenn die Familie bereits handeln muss, helfen So erhalten Sie Zugriff auf die Online-Konten einer verstorbenen Person, Support und Digital Estate Care dabei, das weitere Vorgehen geordneter anzugehen.