Erste Schritte nach einem Todesfall
Onlinekonten nach einem Todesfall finden
Beginnen Sie mit Unterlagen, die Sie einsehen dürfen: hinterlassenen Anweisungen, Rechnungen, Kontoauszügen und geteilten Informationen. Erfassen Sie zu jedem Dienst die Quelle, den Status und den nächsten Schritt. Dass Sie ein Konto finden, gibt Ihnen nicht automatisch das Recht, darauf zuzugreifen oder es zu kündigen. Bearbeiten Sie zuerst Konten, von denen andere Aufgaben abhängen.

Eine Person für die Koordination bestimmen
Vereinbaren Sie, wer die Liste führt und Fragen sammelt. So erhält ein Anbieter nicht gleichzeitig widersprüchliche Anfragen von mehreren Angehörigen. Die Koordination allein gibt dieser Person keine Befugnis, für den Nachlass zu handeln.
Klären Sie mit der befugten Person, welche Unterlagen eingesehen und welche Informationen geteilt werden dürfen. Halten Sie fest, welche Entscheidungen warten müssen. Eine private, aktuelle Liste ist meist hilfreicher als mehrere unvollständige Dateien in E-Mail-Verläufen.
Mit vorhandenen Unterlagen beginnen
Suchen Sie nach einer Kontoliste, persönlichen Anweisungen, Rechnungen und Unterlagen bei den wichtigen Papieren. Haushaltsmitglieder kennen vielleicht den Fotospeicher oder gemeinsam genutzte Abonnements. Trennen Sie gesicherte Angaben von Vermutungen.
Eine installierte App ist ein Hinweis, aber kein Beleg für ein aktives kostenpflichtiges Konto. Probieren Sie keine Passwörter und entsperren Sie keine Geräte durch Raten, um die Liste zu vervollständigen. Ist ein Passwortmanager genannt, prüfen Sie zunächst das für die benannte Person vorgesehene Verfahren.
E-Mails und Zahlungen als Hinweise behandeln
Wenn Sie E-Mails oder Kontoauszüge einsehen dürfen, suchen Sie nach Rechnungen, Verlängerungen, Speicherwarnungen und Abobestätigungen. Der Name auf einer Zahlung kann zu einem Zahlungsdienstleister gehören. Notieren Sie den genauen Buchungstext und das Datum, statt sofort einen bestimmten Dienst zuzuordnen.
Eine alte Rechnung beweist kein heute aktives Konto. Eine Werbemail beweist kein kostenpflichtiges Abonnement. Laden Sie nicht vorsorglich ein ganzes Postfach herunter, wenn wenige Belege genügen. Misstrauen Sie außerdem dem Versprechen, anhand einer E-Mail-Adresse sämtliche privaten Konten finden zu können.
Eine Kontenübersicht für die nächsten Schritte erstellen
Notieren Sie, was für die Zuordnung und die nächste Anfrage gebraucht wird. Führen Sie private, gemeinsam genutzte und geschäftliche Konten getrennt auf. Wenden Sie sich bei geschäftlichen Konten an die zuständige Organisation. Passwörter, Wiederherstellungscodes, vollständige Ausweisnummern, Zahlungsdaten und Ausweiskopien gehören nicht in die allgemeine Liste. Ein Verweis auf den sicheren Ablageort eines Belegs reicht häufig aus.
- Dienst und vermuteter Zweck, etwa Fotos, E-Mail oder Zahlungen.
- Nötige Kontokennung oder E-Mail-Adresse, ohne Passwort.
- Quelle des Hinweises und Datum der Prüfung.
- Status: möglich, bestätigt, Anfrage gesendet oder Ergebnis erhalten.
- Verantwortliche Person und nächster Schritt.
- Inhalte, die vor einer Schließung gesichert werden sollten.
Zuerst Konten mit wichtigen Abhängigkeiten bearbeiten
Das Hauptpostfach oder die Rufnummer kann zur Wiederherstellung weiterer Konten dienen. Ein Speicher enthält möglicherweise die Familienfotos. Klären Sie diese Zusammenhänge vor Kündigungen, ohne daraus abzuleiten, dass jeder Dienst unbegrenzt weiterlaufen muss.
Trennen Sie dringende Zahlungen, die Sicherung von Erinnerungen und Verwaltungsaufgaben. Fristen und Folgen sollte die entscheidungsbefugte Person beurteilen. Zwanzig gefundene Konten bedeuten nicht, dass zwanzig Konten sofort geschlossen werden müssen.
Wenn sich ein Konto nicht finden lässt
Keine Spur zu finden beweist nicht, dass ein Konto nie existiert hat. Schreiben Sie „nicht gefunden“ oder „noch zu prüfen“ statt „geschlossen“. Es gibt kein universelles Verzeichnis, das Angehörigen eine vollständige Liste aller privaten Konten liefert.
Ist ein Anbieter wahrscheinlich, fragen Sie über dessen offiziellen Kontaktweg nach dem Vorgehen. Versenden Sie nicht versuchsweise Passwortzurücksetzungen für zahlreiche Adressen. Das kann Warnungen auslösen und begründet keinen berechtigten Zugriff. Bereiten Sie eine konkrete Anfrage mit passenden Unterlagen vor.
Unsicherheit sichtbar lassen
Angenommen, Sie finden eine monatliche Speicherzahlung und eine ältere Nachricht zu einer Fotobibliothek. Erfassen Sie beide Hinweise, aber setzen Sie die Konten nicht vorschnell gleich. Klären Sie als Nächstes, um welchen Dienst es sich handelt und wer die Anfrage stellen darf.
Ergänzen Sie später Antwort und Datum. „Anfrage gesendet“ bleibt etwas anderes als „Konto geschlossen“. So kündigt niemand versehentlich zu früh einen Mobilfunkvertrag oder nimmt an, die Fotos seien bereits geprüft und gesichert.
Aus der Liste einen Arbeitsplan machen
Das Fort-Legacy-PDF enthält eine Kontenübersicht, Kontaktprotokolle und Checklisten zum Prüfen gesicherter Dateien. Sie können das Dokument privat aufbewahren, digital ausfüllen oder ausdrucken. Ordnen Sie jedem Konto eine Entscheidung, eine verantwortliche Person und den nächsten Schritt zu.
Wählen Sie die Ausgabe für das betreffende Land. Der Ratgeber strukturiert die Arbeit; er sucht keine Konten automatisch und verschafft keinen Zugang. Mit den Feldern in diesem Artikel können Sie bereits beginnen.
