Vorsorge treffen
Passwörter und Kontoinformationen für Angehörige hinterlegen
Erstellen Sie eine auffindbare Kontoliste für Ihre Vertrauensperson und regeln Sie die sichere Aufbewahrung von Passwörtern und Wiederherstellungsinformationen getrennt. Codes und Schlüssel gehören nicht in gewöhnliche Arbeitsblätter. Richten Sie unterstützte Nachlass- oder Notfallfunktionen ein und prüfen Sie gemeinsam, was sie ermöglichen und wo ihre Grenzen liegen.

Konten und Wünsche beschreiben
Listen Sie Hauptpostfach, Telefon, Fotospeicher, wichtige Dokumente und Haushaltsdienste auf. Notieren Sie den Zweck jedes Kontos, was Sie bewahren möchten und wer die weiteren Schritte koordinieren soll. Die Übersicht soll Orientierung geben, ohne sämtliche Zugangsdaten offenzulegen.
Bewahren Sie Passwörter und Wiederherstellungsunterlagen getrennt und geschützt auf. Die Liste kann deren sicheren Ablageort beschreiben. Formulieren Sie Wünsche konkret: bestimmte Fotos bewahren, Arbeitsdateien trennen, ein ungenutztes Profil schließen oder ein Gespräch privat lassen. „Alles weitergeben“ lässt viele Fragen offen.
Eine Person wählen, die die Aufgabe übernimmt
Besprechen Sie die Aufgabe, bevor Sie jemanden benennen. Die Person sollte verstehen, was erwartet wird und wen sie bei Fragen ansprechen kann. Erinnerungen sichern, Konten finden und rechtsverbindlich für einen Nachlass entscheiden sind unterschiedliche Rollen.
Eine Zugriffsfreigabe im Passwortmanager erteilt allein keine rechtliche Befugnis, für den Nachlass zu handeln. Wenn Sie je nach Dienst andere Personen auswählen, halten Sie deren Aufgaben fest. Nennen Sie den Ort der aktuellen Anweisungen und das letzte Prüfdatum.
Das tatsächliche Verfahren des Passwortmanagers prüfen
Lesen Sie die offizielle Anleitung, solange Sie Ihre eigenen Einstellungen ändern können. Wiederherstellung und Notfallzugriff hängen von Dienst und Tarif ab. Ein Familienabonnement öffnet nicht automatisch die privaten Tresore aller Mitglieder.
Bitwarden beschreibt einen zuvor eingerichteten Notfallzugriff mit einer Vertrauensperson und einer Wartefrist. 1Password bietet Hinweise zur Kontowiederherstellung im Familienkonto und ein Emergency Kit mit wichtigen Kontoinformationen. Das sind verschiedene Verfahren. Prüfen Sie Einladungen, Bestätigungen, Zugriffsrechte und benötigte Unterlagen.
Ein gedruckter Schlüssel oder ein Notfalldokument bleibt sensibel. Der Ablageort muss vor beiläufigem Zugriff schützen und für die richtige Person unter den vorgesehenen Bedingungen auffindbar sein. Ein gut verstecktes, unauffindbares Dokument hilft nicht bei der Übergabe.
Passkeys und weitere Anmeldebedingungen berücksichtigen
Ein Passwort allein reicht möglicherweise nicht aus. Ein Konto kann zusätzlich von Telefon, Authenticator-App, Sicherheitsschlüssel oder einem Passkey abhängen. Erfassen Sie diese Abhängigkeiten, ohne Schutzfunktionen zur vermeintlichen Vereinfachung abzuschalten.
Notieren Sie das Wiederherstellungsverfahren und den geschützten Ablageort benötigter Informationen, nicht die Codes im gewöhnlichen Arbeitsblatt. Ein Passkey ist kein Passwort zum Abschreiben. Prüfen Sie die unterstützten Freigabe- oder Wiederherstellungswege des jeweiligen Dienstes.
Bewahren Sie die einzige Wiederherstellungsanleitung nicht in dem Konto auf, das erst wiederhergestellt werden muss. Ihre Vertrauensperson sollte die ersten Hinweise auch ohne Zugriff auf Ihr Telefon oder Postfach finden können. Zugangsdaten und Wiederherstellungscodes bleiben getrennt geschützt.
Die vorgesehenen Kontakte direkt beim Anbieter einrichten
Ein schriftlicher Wunsch ersetzt keine Kontoeinstellung. Apples Nachlasskontakt und Googles Kontoinaktivität-Manager erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Prüfen Sie die ausgewählte Person, die freigegebenen Daten und den Auslöser des Verfahrens.
Der Apple-Nachlasskontakt erhält keine Passwörter oder Passkeys aus dem iCloud-Schlüsselbund. Googles Verfahren richtet sich nach Kontoinaktivität, nicht nach einer rechtlichen Todesfeststellung. Notieren Sie die Prüfung und stellen Sie sicher, dass benötigte Zugriffsschlüssel übergeben und sicher aufbewahrt wurden.
Das Verständnis prüfen, ohne einen Ernstfall auszulösen
Gehen Sie gemeinsam ein fiktives Beispiel durch: Wo ist die Kontoliste, welcher Dienst enthält Fotos und wer entscheidet über eine Schließung? Verbessern Sie unklare Formulierungen, solange ein Gespräch möglich ist. Ziel ist eine verständliche Anleitung, keine probeweise Kontoübernahme.
Stellen Sie keinen Todesfallantrag und lösen Sie keinen Notfallzugriff nur zum Test aus. Prüfen Sie gespeicherte Einstellungen und folgenlose Kontrollschritte, die der Anbieter ausdrücklich beschreibt.
- Bereitschaft und aktuelle Kontaktdaten bestätigen.
- Einladungen und erforderliche Bestätigungen prüfen.
- Aktuelle Anleitung und getrennt gesicherte Unterlagen auffinden.
- Erläutern, was bewahrt werden oder privat bleiben soll und welche Konten geschlossen werden sollen.
- Prüfdatum und noch nötige Änderungen festhalten.
Nach wichtigen Änderungen erneut prüfen
Aktualisieren Sie den Plan nach Änderungen an E-Mail-Adresse, Rufnummer, Gerät, Passwortmanager oder Vertrauensperson. Kontrollieren Sie neben dem Dokument auch die tatsächlichen Einstellungen. Entfernen Sie veraltete Anweisungen aus den aktuellen Unterlagen und informieren Sie die betroffenen Personen, wenn sich ihre Aufgaben ändern.
Wenn Sie auch für Handlungsunfähigkeit vorsorgen, lassen Sie die dafür nötige rechtliche Befugnis klären. Kontowiederherstellung, Inaktivität und Nachlassvertretung sind unterschiedliche Verfahren. Diese praktischen Anweisungen begründen selbst keine Vertretungsbefugnis.
Das PDF für Kontoliste und Wünsche nutzen
Die Fort-Legacy-Arbeitsblätter erfassen Konten, Wünsche, Zuständigkeiten und den Ort gesonderter Anweisungen. Der Ratgeber erläutert auch Aufgaben, die Angehörige nach einem Todesfall übernehmen müssen.
Passwörter, PINs, Wiederherstellungscodes und Zugriffsschlüssel bleiben außerhalb des PDFs. Durch den Kauf und das Ausfüllen werden weder Anbieterfunktionen eingerichtet noch rechtliche Vertretungsbefugnisse erteilt. Das PDF hilft Ihnen, die tatsächlich getroffenen Vorkehrungen geordnet festzuhalten.
