Erste Schritte nach einem Todesfall
Das erste Gespräch beim Bestatter: Was Sie mitbringen und fragen können
Hinweise für Deutschland
Unterlagen und Zuständigkeiten richten sich nach Ihrer Situation und den örtlichen Vorgaben. Diese Vorbereitungsliste ist kein Nachweis einer Vertretungs- oder Entscheidungsbefugnis.
Bringen Sie bekannte Wünsche, die angefragten Angaben und Unterlagen, einen Kostenrahmen und eine kurze Fragenliste mit. Klären Sie vorher, wer teilnehmen und Entscheidungen freigeben darf. Bitten Sie um verständliche Erklärungen und eine schriftliche Zusammenfassung der vereinbarten Schritte.

Fragen Sie vorher nach einer Unterlagenliste
Fragen Sie, wie lange das Gespräch dauert und ob es auch per Telefon oder Video möglich ist. Was wird sofort benötigt, was können Sie nachreichen, und entstehen für Beratung oder Hausbesuch Kosten? Teilen Sie mit, wo sich die verstorbene Person befindet und ob medizinische oder behördliche Abklärungen noch laufen.
Klären Sie, wer den Auftrag erteilen darf und wer zur Unterstützung dabei ist. Teilen Sie Meinungsverschiedenheiten mit, bevor jemand unterschreibt. Eine Person kann mitschreiben, ohne dadurch über die Bestattung oder den Nachlass entscheiden zu dürfen.
Sammeln Sie bekannte Angaben, ohne zu raten
Notieren Sie Namen, bekannte Personendaten und eine Kontaktperson der Familie. Suchen Sie nach Bestattungsvorsorge, Grabunterlagen und schriftlichen Wünschen. Lassen Sie sich erklären, welche Identitäts- oder Personenstandsdokumente das Unternehmen im konkreten Fall benötigt.
Markieren Sie ungeklärte Angaben. Vereinbaren Sie, wer fehlende Informationen beschafft und bis wann. Übermitteln Sie sensible Unterlagen nur über einen geeigneten sicheren Weg und nur im benötigten Umfang. Eine unsichere Erinnerung sollte nicht als bestätigte Angabe weitergegeben werden. Bitten Sie darum, Angaben vor dem Einreichen zu prüfen, und klären Sie, wie Fehler später berichtigt werden.
Beschreiben Sie Wünsche und praktische Bedürfnisse
Besprechen Sie Erd- oder Feuerbestattung, religiöse oder weltliche Gestaltung, Sprache, Musik, Kleidung, Fotos und eine mögliche Abschiednahme. Trennen Sie bekannte Wünsche der verstorbenen Person von Vorschlägen der Familie.
Nennen Sie Anforderungen an Barrierefreiheit, Hörunterstützung, Dolmetschen, Raumgröße und Anreise. Bei einer Übertragung für entfernte Angehörige sollten Technik, Unterstützung und Aufnahme getrennt geklärt werden. Veröffentlichen Sie erst einen bestätigten Termin. Lassen Sie sich Texte, Fotos und Angaben zur Trauerfeier vor der Veröffentlichung zeigen und halten Sie private Familieninformationen davon getrennt.
Nennen Sie Ihren Kostenrahmen
Sie können zunächst um eine schlichte Variante bitten. Lassen Sie jeden Zusatz mit Preis erklären und verlangen Sie eine Übersicht über enthaltene und ausgeschlossene Leistungen. Ein Kostenrahmen hilft bei Entscheidungen. Wie viel Sie ausgeben, sagt nichts über Ihre Verbundenheit zur verstorbenen Person aus.
Fragen Sie, welche Entscheidungen jetzt nötig sind und welche warten können. Klären Sie Zahlungsverpflichtungen unabhängig von erwarteten Versicherungs- oder Nachlasszahlungen. Lassen Sie alle noch geschätzten Beträge kennzeichnen.
Klären Sie Dokumente für jeden einzelnen Zweck
Fragen Sie, welche Meldungen und Anträge das Unternehmen übernimmt und welche Vollmachten oder Unterschriften es dafür braucht. Ärztliche Todesbescheinigung, Sterbeurkunde des Standesamts und Nachweise für die Nachlassvertretung erfüllen unterschiedliche Zwecke. Lassen Sie den Empfänger sagen, welches Dokument er benötigt.
Besprechen Sie, wer Urkunden bestellt, welche Ausfertigung gebraucht wird und welche Kosten entstehen. Bestellen Sie nicht allein nach einer ausländischen Empfehlung eine feste Anzahl. Halten Sie Bestattungsentscheidungen und die Vertretung des Nachlasses getrennt.
Fragen zum Mitnehmen
- Was passiert nach diesem Gespräch, und wen erreichen wir bei Rückfragen?
- Was ist bei Überführung, Versorgung und Aufbewahrung enthalten?
- Was muss jetzt entschieden werden, was kann warten?
- Welche anderen Unternehmen oder Stellen sind beteiligt?
- Wie werden zusätzliche Kosten freigegeben?
- Wer bestätigt Zeit und Ort, bevor wir Angehörige informieren?
- Wie erhalten wir die Auftragsunterlagen und gegebenenfalls Aufnahmen?
Nehmen Sie eine schriftliche Übersicht mit
Halten Sie die gewählten Leistungen, nicht bestellte Optionen, den erwarteten Gesamtbetrag und offene Fragen fest. Notieren Sie die nächste Frist und die zuständige Person für jeden Schritt. Bitten Sie um Korrektur, wenn die Zusammenfassung vom Gespräch abweicht.
Bitten Sie bei Bedarf darum, eine Erklärung zu wiederholen. Falls Ihnen später etwas unklar wird, fragen Sie nach, bevor weitere Arbeiten beauftragt werden. Teilen Sie die aktuelle Fassung mit den unterstützenden Angehörigen und bewahren Sie persönliche Angaben geschützt auf.
