Fotos und Dateien sichern
Fotos und Videos nach einem Todesfall sichern
Ermitteln Sie die Fotobibliotheken und den zulässigen Zugang. Laden Sie unabhängige Kopien herunter und prüfen Sie sie. Vorschaubilder und Links zu geteilten Alben sind kein Nachweis einer vollständigen Sicherung.

Die vorhandenen Sammlungen erfassen
Listen Sie Telefone, Computer, Speicherkarten, externe Laufwerke, iCloud-Fotos, Google Fotos und geteilte Alben auf. Fragen Sie Angehörige nach bereits erhaltenen Kopien. Notieren Sie Quelle und ungefähren Zeitraum, ohne Ihre Befugnisse bei der Suche zu überschreiten.
Trennen Sie Familienerinnerungen von geschäftlichen Dateien und privaten Unterlagen anderer Menschen. Wer ein Gerät verwahrt, muss nicht zugleich zur Datenanforderung berechtigt sein. Löschen Sie ein gesperrtes Telefon nicht, um es nutzbar zu machen.
Den passenden Zugang klären
Apple und Google haben eigene Verfahren für verstorbene Kontoinhaber. Ein Nachlasskontakt-Schlüssel oder eine Google-Benachrichtigung kann relevant sein, ist aber nicht immer vorhanden. Klären Sie Ihre Rolle und fragen Sie den Anbieter nach den erforderlichen Nachweisen.
Ein geteiltes Album umfasst möglicherweise nur ausgewählte Bilder. Es belegt weder Zugang zur gesamten Bibliothek noch zur vollen Auflösung. Dokumentieren Sie diese Grenze und behalten Sie Speichergebühren sowie mögliche Fristen im Blick.
Dateien außerhalb der Synchronisierung speichern
Apples Download-Anleitung unterscheidet Originaldateien und kompatiblere Fassungen. Bewahren Sie die Originale auf und erstellen Sie bei Bedarf eine zusätzliche leicht abspielbare Version. Der Hauptspeicherort darf Löschungen aus dem alten Konto nicht automatisch übernehmen.
Google Fotos unterstützt einzelne Downloads und verweist auf den vollständigen Datenexport. Prüfen Sie den Umfang und laden Sie alle Archivteile rechtzeitig herunter. Die E-Mail über einen fertigen Export ist noch keine Sicherung.
Sortieren Sie erst in einer Arbeitskopie. Bewahren Sie Ordnerstruktur und zugehörige Informationsdateien zunächst auf, statt vermeintliche Duplikate sofort zu löschen.
Vollständigkeit praktisch prüfen
Das Dateidatum kann den Download beschreiben, während das Aufnahmedatum in den Metadaten erhalten bleibt. Ändern Sie Namen und Struktur erst nach dieser Prüfung. Ein Video kann wegen eines ungeeigneten Players scheitern; überschreiben Sie es nicht mit einer misslungenen Umwandlung.
- Vergleichen Sie Zeitraum und ungefähre Zahl der Dateien mit der Quelle.
- Öffnen Sie alte, mittlere und neue Bilder und prüfen Sie die Auflösung.
- Spielen Sie mehrere Videos bis zum Ende mit Ton ab.
- Prüfen Sie bearbeitete Fassungen, Live Photos und zusätzliche Metadaten.
- Kopieren Sie das Archiv an einen zweiten unabhängigen Ort und testen Sie es dort.
Verantwortung und Weitergabe festlegen
Bestimmen Sie eine lebende Person für die Pflege und eine zweite, die den Sicherungsort kennt. Dokumentieren Sie Prüfdatum, fehlende Inhalte und sichere Zugangshinweise. Passwörter gehören nicht in ein allgemein geteiltes Arbeitsblatt.
Teilen Sie Erinnerungen zunächst privat. Fotos können Kinder, Adressen oder Menschen zeigen, die keine Veröffentlichung wünschen. Vor der Schließung sollten die zuständige Person und der Anbieter offene Anfragen, benötigte Abonnements und den endgültigen Schritt klären. Heben Sie die Bestätigung auf.
