Vorsorge treffen
Googles Kontoinaktivität-Manager einrichten
Der Kontoinaktivität-Manager steuert Benachrichtigungen, ausgewählte Datenfreigaben und gegebenenfalls Löschung nach Inaktivität. Er reagiert auf fehlende Kontonutzung, nicht auf einen Todesnachweis.

Den Auslöser verstehen
Google bewertet die Aktivität im Account anhand des gewählten Zeitraums. Die Funktion prüft kein Sterberegister und bestellt keinen Nachlassvertreter. Berücksichtigen Sie Reisen, Krankheit und geänderte Nutzungsgewohnheiten.
Halten Sie Ihre eigenen Warn- und Wiederherstellungskontakte aktuell. Die Einstellung ist von Googles allgemeiner Richtlinie für inaktive Konten zu unterscheiden. Sichern Sie unersetzliche Dateien unabhängig, statt sich auf eine Löschfrist zu verlassen.
Den richtigen Account auswählen
Öffnen Sie die offizielle Einstellungsseite und prüfen Sie die angemeldete Adresse. Tragen Sie mehrere Accounts einzeln in Ihre Übersicht ein. Ein persönlicher Plan gilt nicht automatisch für ein Konto des Arbeitgebers oder einer Bildungseinrichtung.
Prüfen Sie Zeitraum, Warnungen an Sie, Kontakte, Daten und Löschentscheidung vor dem Aktivieren. Dies ist eine Vorsorgefunktion für den eigenen Account, kein Ersatz für eine Anfrage zu einem bereits verstorbenen Nutzer.
Benachrichtigung und Datenfreigabe trennen
Google erlaubt bis zu zehn Vertrauenspersonen. Sie können nur benachrichtigen oder ausgewählte Daten freigeben. Wer Familienfotos sichern soll, benötigt möglicherweise andere Inhalte als die Person für Haushaltsunterlagen.
Bei Datenfreigaben fragt Google nach einer Telefonnummer zur Verifizierung des Empfängers. Bestätigen Sie Nummer und Landesvorwahl direkt. Google informiert die Kontakte nicht bereits bei der Einrichtung; erklären Sie ihnen deshalb selbst den Plan.
- Fragen Sie die Person und kontrollieren Sie ihre E-Mail-Adresse.
- Wählen Sie nur die für ihre Aufgabe geeigneten Daten.
- Prüfen Sie die Telefonnummer gemeinsam.
- Schreiben Sie eine kurze Nachricht zum nächsten Schritt und zur Koordination.
- Lesen Sie die fertige Kontakt- und Datenliste vor dem Speichern.
Löschung als eigene Entscheidung behandeln
Lesen Sie die Folgen einer angebotenen Löschoption sorgfältig. Benachrichtigung, Downloadmöglichkeit und endgültige Löschung sind unterschiedliche Ereignisse. Eine versandte E-Mail beweist nicht, dass Daten gesichert wurden.
Erstellen Sie zu Lebzeiten ein zusätzliches Archiv. Ein späterer Empfänger sollte die genannte Frist prüfen, alle Archivteile herunterladen und die Dateien öffnen. Vermeiden Sie pauschale Anweisungen, sämtliche E-Mails oder Dokumente zu veröffentlichen.
Ohne Auslösen prüfen und später nachsehen
Sie müssen die Kontonutzung nicht einstellen, um Ihre Anweisungen zu testen. Prüfen Sie den gespeicherten Plan und besprechen Sie die Übergabe. Notieren Sie Adresse, Kontakt, Datum und Sicherungsort, ohne Passwörter oder Wiederherstellungscodes in das geteilte Dokument zu schreiben.
Kontrollieren Sie den Plan nach Änderungen von Nummern, Kontakten oder wichtigen Daten. Gibt es nach einem Todesfall keinen nutzbaren Plan, verwenden Sie Googles offiziellen Anfrageweg. Klären Sie Inhalte vor der Schließung: Google warnt, dass danach keine Inhaltsanfrage mehr bearbeitet werden kann.
